Orient - Castell dAlarò - Es Verger - Orient
Zeitbedarf: 5 bis 6 Stunden,
Schwierigskeit: Medium
Streckenlänge: (10 km +) 13 km

Im Tal von Orient reifen die besten Äpfel (überwiegend), Pfirsiche und Kirschen der Insel. Nach einer weiteren guten halben Stunde erreicht man das pittoreske Dorf. Zur Linken das Restaurant Orient, das nach seinem Besitzer eigentlich "Con Joume" heißt, läßt sich nicht verfehlen und kommt nach 2- bis 3-stündigem Fußmarsch für eine Einkehr zum zweiten Frühstück gerade recht. Von Orient in Richtung Castell d'Alarò sind es zunächst zwei weitere Kilometer auf der Straße am Nobelhotel "L'Hermitage" vorbei.
Hinter dem Kilometerstein 12 geht es, wie ausgeschildert, durch ein Eisentor rechts ab. Der gut markierte Pfad windet sich zunächst nur langsam aufwärts in Richtung des Felsmassivs und steigt dann durch ein Eichenwäldchen steiler bergan. Nach 40 Minuten wird der Bergsattel Pla d'es Pouet erreicht. Bei zügigem Schritt sind es von dort noch 20 min. bis zur ehemaligen Festung. Das letzte Teilstück entlang einer überhängenden Felswand ist ein gut ausgebauter Treppenzug. Auf das Hochplateau gelangt man über die voll erhaltenen turmartigen Portale der Burg. Von den damaligen Mauern sind hinter dem Eingangsbereich nur noch Fragmente erhalten. Dennoch macht es Spaß, den nach Westen hin abfallenden Rücken des zum Teil dicht bewachsenen Burgberges zu entdecken. Die Panoramen ringsum begeistern jeden Besucher. Im Westen liegt das Tal von Orient; gegenüber erheben sich die Bergmassive mit dem Puig Major (1.445 m) und dem Massanella (1.367 m).
Im Süden erkennt man die Bucht von Palma und schaut weit ins Inselinnere mit dem Klosterberg Randa als markantem Punkt. Oberhalb der Ruinen befinden sich hinter dem Wäldchen das Oratori de Nostra Senyora del Refugi mit Restaurant und einer großartigen Aussichtsterrasse und Herberge in der man gut essen und sogar übernachten kann. Hinunter zur Finca Es Pouet mit dem rustikalen Lokal Es Verger nimmt man zunächst den bekannten Weg, wendet sich aber am Ende des Treppenzuges nicht nach rechts, sondern geht weiter geradeaus. Durch das Kiefernwäldchen erreicht man nach einigen Kehren und einer guten halben Stunde die alte Finca. Im urigen Gastraum mit großer offener Feuerstelle wird deftige mallorquinische Küche geboten. Vom Es Verger bis hinunter nach Alaró läuft man etwa 1 Stunde zunächst auf einem Karrenweg durch Oliven- und Mandelbaumkulturen. Nach etwa 1,5 km beginnt die Asphaltierung, die wohl bald bis ganz zur Finca hinaufreichen wird. Ist noch Zeit bis zur Abfahrt des Busses oder Ankunft des Taxis, lohnen sich die paar Schritte hoch zur schartigen kleinen Placa. Dort läßt sich eine Wartezeit angenehmer überbrücken als an der Durchgangsstraße.
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